Unsere Philosophie

Wir verstehen Yoga als spirituelle Praxis, die uns dem Gefühl von Einheit wieder näher bringt: Einheit mit uns selbst, unserem Körper, anderen Menschen und letztlich der ganzen Welt.

zeitgemäßes yoga

Moderne Menschen im globalen Norden stehen vor ganz anderen physischen und psychischen Herausforderungen als die Menschen zu der Zeit und an den Orten, zu der Yoga entstanden ist.

Diese Beobachtung hat weitreichende Folgen für die Art und Weise, wie wir Hatha Yoga unterrichten. (Hatha bedeutet in diesem Kontext einfach, dass wir Körperübungen machen). Wir sitzen viel, bewegen und kaum, haben eine geschwächte Muskulatur und meistens viel Stress. Es steht damit außer Frage, dass unser Körper andere Körperübungen braucht, als zu Zeiten, zu denen Yoga entstanden ist.

Gibt es etwas, dass mehr über unser Verhältnis zur Welt aussagt, als unserer Körper? Wohl kaum! Unsere Körperhaltung, wie wir uns bewegen, unsere Gesundheit, unsere Verspannungen oder Entspannungen — all das ist Produkt unseres bisherigen Lebens, also wie die Welt uns bisher entgegenkam und wie wir ihr gegenüber getreten sind. Am Gang, am Lachen, an der Kopf und Schulterhaltung können wir geradezu ablesen, wie ein Mensch in die Welt gestellt ist. (Florian Ferger)

Ein ganz zentraler Unterschied ist, dass unsere Muskulatur ausgesprochen schwach ist – selbst, wenn wir vermeintlich sportlich sind! Überlege einmal, wie wenig wir uns bewegen (selbst, wenn wir dreimal die Woche zum Sport gehen) im Vergleich zu Menschen, die von morgens bis abends körperlich arbeiten. Ein ganz zentrales Ziel von zeitgemäßem Yoga muss es daher sein, die Muskulatur zu kräftigen. Erst wenn das geschehen ist, können wir in fortgeschrittene Yogapositionen gehen. Es ist eben einfach höchst verletzungsanfällig den Kopfstand zu üben, wenn wir in unserem Leben nie irgendwelche Lasten auf dem Kopf getragen haben. Gleiches gilt für eine Reihe weiterer Yogapositionen (Asanas).

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass wir in einer Kultur aufgewachsen sind die auf Stühlen sitzt. Es braucht für die meisten von uns viele Jahre intensiver Yogapraxis, bis wir entspannt länger auf dem Boden sitzen können. Und selbst wenn das das Ziel unserer Yogapraxis sein sollte: kurzfristig ist das nicht machbar. Wenn wir uns dann in Sitzpositionen hineinzwängen, für die wir noch nicht bereit sind (Stichwort Lotus), dann ist das höchst verletzungsanfällig.

Das ist der Grund, warum wir im ELEMENT Ost gerne mit Hilfsmitteln arbeiten: sie helfen uns, Yogapositionen zu üben, für die unsere Muskeln, unser Bindegewebe, unsere Bänder, aber sogar unsere Knochen nicht bereit sind. Im ELEMENT Ost ist es uns wichtig, Yogahaltungen so anzuleiten, dass wir verletzungsfrei üben können: damit unsere Yogapraxis auch langfristig ein Gewinn für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist.

Ein letzter Punkt, den ich hier anführen möchte ist unser Körpergefühl – oder besser: unser nicht vorhandenes Körpergefühl. Im Alltag am Schreibtisch hat unser Körper ohnehin keine Funktion. Aber selbst beim Sport verstehen wir unseren Körper meist als Objekt, als etwas dass es zu beherrschen und zu optimieren gilt. Es gibt allerdings noch ein anderes Körpergefühl, eines das bedeutet, dass wir eins mit unserem Körper werden und ihn nicht mehr als etwas uns äußeres wahrnehmen. Dieses Körpergefühl wieder zu finden ist vielleicht das wichtigste Ziel von Hatha Yoga. Entspannungs- und Meditationstechniken haben daher einen wichtigen Stellenwert im ELEMENT Ost.

 

Yoga für alle

Ich bin überzeugt, dass Yoga und Meditation für jeden Menschen geeignet sind und die zentralen Werkzeuge darstellen, zu Gesundheit, Weisheit und Gelassenheit zu gelangen. Das möchte ich weitergeben. Möglichst niedrigschwellig, möglichst undogmatisch und ohne unnötiges esoterisches Drumherum. Eben einfach guter Yoga Unterricht. Im Kiez und für alle. (Florian Ferger)

verletzungs-frei üben

Ein zentrales Anliegen im ELEMENT Ost ist es, Yoga so zu unterrichten, dass wir langfristig unserer Gesundheit etwas gutes tun. Um das zu erreichen unterrichten wir nicht so "wie man es schon immer getan hat", sondern nehmen auf die besonderen körperlichen Bedürfnisse moderner Menschen Rücksicht.

kräftigung

Viele unserer körperlichen Beschwerden werden schlicht dadurch hervorgerufen, dass unsere (Halte)Muskeln zu schwach sind, unseren Körper in einer gesunden Position zu halten. Muskelaufbau ist daher ein wichtiges Ziel im ELEMENT Ost. Ums Schwitzen kommst du hier nicht herum!

entspannung

Stress und falsche Körperhaltung führen dazu, dass bestimmte Muskeln dauerhaft angespannt sind — selbst dann, wenn sie gar nicht benötigt werden. Im Yoga lernen wir daher zwei Dinge: Muskeln zu aktivieren wenn sie gebraucht werden, und loszulassen, wenn sie nicht gebraucht werden. Genau das ist es, was dich wie neu aus jeder Yogastunde gehen lässt.

kritischer Yoga-Unterricht?

Gibt es etwas, dass mehr über unser Verhältnis zur Welt aussagt, als unserer Körper? Wohl kaum. Unsere Haltung, unsere Gesundheit, unsere Verspannungen oder Entspannungen — all das ist Produkt unseres bisherigen Lebens, also wie die Welt uns bisher entgegenkam und wie wir ihr gegenüber getreten sind. Am Gang, am Lachen, an der Kopf und Schulterhaltung können wir geradezu ablesen, wie ein Mensch in die Welt gestellt ist.

Die Erforschung unseres Körpers — wie wir sie im Yoga betreiben — ist damit weit mehr als Gymnastik auf der Matte. Wenn wir in den Übungen achtsam nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist beobachten, dann wird unser Körper zum Erkenntnisgegenstand. Der uns sehr viel über uns und genausoviel über die Welt verrät, in der wir leben.

Ungerechtigkeiten, gesellschaftliche Widersprüche, aber auch Liebe und Geborgenheit, all das ist Teil unserer Körperlichkeit geworden. Yoga und Meditation ist aus genau diesem Grund ein Weg zu Wissen und Erkenntnis. Erkenntnisse ganz besonders auch darüber, wo unser Leben und unsere Gesellschaft von Widersprüchen geprägt ist.

Im ELEMENT Yoga gehen wir vom Dreiklang von Bewusstheit — Balance — Entwicklung aus. Das bisher beschriebene ist der erste Schritt: Erkennen, was ist. Im zweiten Schritt geht es darum, wieder in Balance zu kommen. In unserem Leben wieder zur Ruhe zu kommen, die verschiedenen Ebenen unseres Seins in Balance zu bringen. Im dritten Schritt dann kann es in die Entwicklung gehen. Das heißt wir beginnen zunächst uns zu verändern, körperlich, geistig — um dann schließlich der Welt anders entgegentreten zu können. Sie damit zu verändern und vielleicht sogar gesellschaftliche Widersprüche aufzulösen. Die Welt zu verändern.

Klingt ein bisschen abgehoben für ein paar Verrenkungen auf der Matte? Ich bin sicher, dass Yoga (verstanden als Weg, nicht als Gymnastik) genau das leisten kann. Und dass guter Yoga-Unterricht bei Schülern diese Erkenntnisprozesse anstoßen kann.

Wenn ihr Lust auf mehr Theorie habe, aber euch auch fragt, wie dies im täglichen Yoga-Unterricht umgesetzt werden kann, dann schaut doch mal in die Abschlussarbeit meiner Yogalehrer-Ausbildung.

Ich bin überzeugt, dass Yoga und Meditation für jeden Menschen geeignet sind und die zentralen Werkzeuge darstellen, zu Gesundheit, Weisheit und Gelassenheit zu gelangen. Das möchte ich weitergeben. Möglichst niedrigschwellig, möglichst undogmatisch und ohne unnötiges esoterisches Drumherum. Eben einfach guter Yoga Unterricht. Im Kiez und für alle.

Die Erforschung unseres Körpers, wie wir sie im Yoga betreiben, ist so viel mehr als bloße Gymnastik auf der Matte.

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